Keine Chance für Juraxx

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Für die Anwaltskette JuraXX wurden lt. FTD mehrere Insolvenzanträge gestellt. Das Ende der schnellen Verbreitung der durchaus löblichen Idee ist also absehbar. Durch transparente Beratungsbedingungen und Preise sowie einem modernem Design und offenen Räumen fernab der oftmals zur Schau gestellten Dekadenz vieler gut situierter Anwälte erhofften sich die JuraXX-Partner eine neue und junge Klientel. Ganz klar: Die Einstiegsbarrieren waren durchaus geringer, aber unterm Strich möchte jeder von einem möglichst fachkompetenten Anwalt beraten werden. Und, so weit die Erzählungen und Berichte glaubhaft sind, da war es mit den JuraXX-Anwälten nicht so weit her. Was nutzt mir also eine Erstberatung für 35 Euro, wenn ich dann trotzdem hinterher das Gefühl habe, von einem Grünschnabel beraten worden zu sein?

Trotzdem: Ich denke nach wie vor, dass der Ansatz richtig ist. Die Umsetzung war und ist offensichtlich mangelhaft – oder Deutschland ist dafür noch nicht reif. Andererseits könnte es ein reiner Managementfehler von Herrn Boss sein, denn einzelne JuraXX-Filialen sollen richtig gut laufen. Ich bin gespannt auf Ihren Kommentar!