Marketing in der Krise

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Eines ist sicher: die aktuelle Krise ist weder vorbei, noch ist das Ende bereits in Sicht. Betrachtet man die bei den Banken bereits abgeschriebenen Werte (nur rund 1/4 der verlorenen Positionen), wird klar dass das Schlimmste noch bevorsteht. Abwarten und Aussitzen scheinen an dieser Stelle nicht mehr angebracht. Unternehmer und Führungskräfte müssen nun rechtzeitig ihr Unternehmen, eben auch in Sachen Marketing, sturmfest machen.

Natürlich ist ein deutliches Instrument die Kosteneinsparung. Das Streichen von Marketingbudgets ist beliebt, denn mitunter zeigt sich die Wirkung nur sehr verzögert. In der Krise lässt sich die Schuld dann auch gerne dieser zuschieben. Kostenreduzierung: einverstanden, dann aber gekonnt und an der richtigen Stelle. Es gilt schon, unnötigen Balast abzuwerfen und das Schiff auf Kurs zu bringen. Auf Kurs bringen heißt, die richtigen Strategien jetzt planen und umsetzen. Wer es  jetzt schafft, seinen Umsatz zumindest zu halten, hat bei einem rückläufigen Markt einen höheren Marktanteil gewonnen und geht gestärkt aus der Krise heraus.

Was es benötigt, ist eine klare Konzeption für das Marketing der nächsten Monate, eher die nächsten beiden Jahre. Wer weiter schlicht operativ tätig ist oder aber mit seinen Bemühungen zurück rudert und kein schlankes, da strategisch ausgerichtetes, Marketing fährt, hat kein wirkungsvolles Instrumentarium in der Hand. Die eindeutige und wichtigste Aufgabe ist also, nun Struktur in sein Marketing zu bringen: Unternehmen, Leistungen, Mitbewerber, Branche, Kunden analysieren, ggfs. Nischen und/oder positionsstrategisch relevante Informationen finden und danach passende Strategien (Marktpositionierung, Marktareale, …) entwickeln. Entsprechend die Marketinginstrumente (Preis, Vertrieb, Werbung, Prozesse, Personen …) planen und sodann die operative Umsetzung danach ausrichten.

Jetzt ist die Zeit, bewusst Abstand von Marketing-Aktionismus zu nehmen und eine fundierte Strategie, bezogen auf relevante Märkte, zu entwickeln. Nur so kann wegbrechenden Märkten und zögerlichem Kaufverhalten begegnet werden – um mindestens Umsatz und Gewinn zu halten, bestenfalls trotz Krise sogar auszubauen.

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